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Montag, 5. Dezember 2011

11 Freunde Lesereise

Man kann ja von Phillip Köster halten was man möchte. Unstrittig ist aber, dass der Mann schreiben kann und sein 11 Freunde Magazin auch nach 11 Jahren heute noch durchaus lesenswert ist. Dass in der Zeit viel passiert ist und es Tonnen von Anekdoten zu erzählen gibt, versteht sich von selbst. Daher gibt es schon seit einigen Jahren die 11 Freunde Lesereise, die am Sonntag, den 11.Dezember nun auch in der Centralstation in Darmstadt halt macht. Ein frustrierter Arminia Anhänger [eine Niederlage gegen Osnabrück vorausgesetzt) trifft also auf gut gelaunte Lilien Anhänger [ein Sieg am Nachmittag gegen Aalen vorausgesetzt]. Köster kommt aber nicht alleine, sondern bringt seinen Redakteur Jens Kirschneck mit. Ein lustiger Abend wird´s so oder so.



Seit 2000 bereichert das Magazin für Fußballkultur, 11Freunde, die Fußballszene mit ausgefallenen Reportagen und Interviews, vor allem aber mit unschlagbarem Humor. Und eben dieser Humor geht seit 2005 auch auf Lesereise. Die Redakteure Philipp Köster und Jens Kirschneck erzählen von Telefonaten mit Lothar Matthäus, Besuchen beim sonntäglichen Fußballfrühschoppen 'Doppelpass' oder verregneten Auswärtsfahrten. Dazu gibt es Filme von vergurkten Interviews oder popelnden Bundestrainern.


Mittwoch, 21. September 2011

Briefe aus dem Jammertal

Schmerz, gepaart mit einer gehörigen Portion Frustration führt nicht selten zu Aggression oder - wie in diesem Fall - zu putzigen Leserbriefen. So geschehen im aktuellen 11 Freunde Magazin. Dort beklagt ein Stephan Keil, Fan des Regionalligisten Hessen Kassel, das Fehlen wichtiger Details im sechsseitigen Bericht über den SV Darmstadt 98 in einem der letzten Hefte. So sei nicht erwähnt worden, dass ohne eigenes Zutun 5 Punkte Rückstand auf den nordhessischen Verein aufgeholt wurden. Auch störe er sich daran, dass der Transfer vieler neuer Spieler und das "Alles auf eine Karte setzen" des Vereins nicht thematisiert wurde. Solide wirtschaften sei etwas anderes und man müsse sich nicht wundern, wenn der Verein in einigen Jahren wieder vor dem finanziellen Zusammenbruch stehe.

Lieber Stephan, Hector möchte dir ganz herzlich für diesen überaus erheiternden Leserbrief danken. Nach einem eher durchwachsenen Arbeitsstag, zauberten deine Zeilen auf der Heimfahrt unserem Autor ein dickes und zufriedenes Grinsen ins Gesicht. Aber hey, Hector, ganz der Pädagoge, kann dich gut verstehen. Ein Verein, bei dem seit Monaten das pure Chaos herrscht, Spielerlegenden (*hüstel*), die abgesägt werden, ein mal wieder verpasster Aufstieg, die Lilien in der 3. Liga, momentan 9 Punkte Rückstand auf Platz 1 - das ist schon viel, was so ein kleines Kasseler Herz ertragen muss. Dir geht´s ganz schön schlecht, ne? Die Wahrheit war dann auch nicht mehr so wichtig, stimmt´s? Ja, ich weiss, es tut weh. Komm, hier ist noch ein Taschentuch. Lass noch mal alles raus. Ja, gut so. Aber weisst du was? Du gewöhnst dich dran. Ihr werdet wahrscheinlich niemals aufsteigen und in der Regionalliga verrotten. Aber darauf kommt es gar nicht an. Du hast heute einen Menschen sehr glücklich gemacht und das ist es was zählt. Danke und mach´s gut, lieber Stephan. Dein Hector.