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Dienstag, 20. März 2012

Back on track

Dem aufmerksamen Leser dieses Blogs wird es nicht entgangen sein: Seit Oktober letzten Jahres genießt Hector Vaterfreuden. Dies bringt neben einer Menge Spaß und Abenteuer, großen Glücksgefühlen und völlig neuen Erfahrungen allerdings auch eine deutliche Verknappung der Ressource Zeit mit sich. Darunter "leiden" muss vor allem dieser Blog, da für neue Beiträge Hector momentan kaum Zeit und Muße hat. Aber auch der SV Darmstadt 98 muss in dieser Saison zumindest bei Auswärtsspielen häufiger auf Hectors Unterstützung verzichten. Die Heimbilanz kann sich dagegen sehen lassen. Nicht entgehen lassen wird sich Hector aber natürlich die Fahrt nach Offenbach. Vor wenigen Wochen schied man noch an gleicher Stelle nach einem wahren Pokalkrimi unglücklich aus. Die Revanche gibt es kommenden Samstag und mit noch mehr Unterstützung wird es diesmal hoffentlich anders ausgehen.

Wenn Hector schon mal dabei ist, weist er noch auf ein nettes neues Liedchen hin. Die Ärzte melden sich zurück. Nicht unbedingt Hectors Lieblingsband, aber für ihren Humor hat er sie immer sehr geschätzt. Und auf Farins Leben ist Hector sowieso endlos neidisch. Das komplette Album ist für Hector wahrscheinlich wieder nicht wirklich spannend, aber wie schon häufiger in der Vergangenheit finden sich die "interessanteren" Songs auf den B-Seiten der Singles. Auch "Quadrophenia" von der B-Seite der gerade erschienen EP ZeiDverschwÄndung gehört definitiv dazu.

Freitag, 3. Februar 2012

Auswechselfilter, ihr seid nur Auswechselfilter

Hector wünscht grundsätzlich keinem Menschen in die Joblosigkeit zu geraten. Für diesen Samstag macht Hector aber mal eine Ausnahme. Großmaul Gino wird um 15.45 Uhr in ernsthaften Schwierigkeiten sein, nachdem seine Rumpeltruppe aus der Landeshauptstadt vom Lilien-Express überrollt wurde. Möglicherweise wird dies für den Trainer des selbstenannten Aufstiegsfavoriten der letzte Auftritt gewesen sein. Mitleid ist für eine der unsympathischsten Figuren in der hessischen Fußball-Welt und der 3.Liga allerdings fehl am Platz.

Aller Voraussicht nach wird die Demontage dieses Kackvereins aber leider ohne Hector stattfinden, da dieser stark kränkelt und bei diesen Temperaturen besser keinen Fuß vor die Tür setzen sollte. Hector käme damit in den "Genuss" zum ersten Mal ein Spiel seiner Lilien live am heimischen Bildschirm verfolgen zu können. Ein Online Live-Stream des Hessischen Rundfunks macht's möglich. Ein Spielausfall käme Hector natürlich nicht ganz ungelegen, da er morgen lieber im Stadion wäre. Aber danach sieht es momentan nicht aus.

Wiesbaden kaputt

Also wird sich Hector morgen gemütlich heissen Tee schlürfend Tee auf die Couch lümmeln, mit dem hoffentlich gut vernehmbaren A-Block und eigener heisserer Stimme "Die Sonne scheint..." anstimmen und anschließend Zeuge eines ungefährdeten 2:0 Siegs werden.

Montag, 5. Dezember 2011

11 Freunde Lesereise

Man kann ja von Phillip Köster halten was man möchte. Unstrittig ist aber, dass der Mann schreiben kann und sein 11 Freunde Magazin auch nach 11 Jahren heute noch durchaus lesenswert ist. Dass in der Zeit viel passiert ist und es Tonnen von Anekdoten zu erzählen gibt, versteht sich von selbst. Daher gibt es schon seit einigen Jahren die 11 Freunde Lesereise, die am Sonntag, den 11.Dezember nun auch in der Centralstation in Darmstadt halt macht. Ein frustrierter Arminia Anhänger [eine Niederlage gegen Osnabrück vorausgesetzt) trifft also auf gut gelaunte Lilien Anhänger [ein Sieg am Nachmittag gegen Aalen vorausgesetzt]. Köster kommt aber nicht alleine, sondern bringt seinen Redakteur Jens Kirschneck mit. Ein lustiger Abend wird´s so oder so.



Seit 2000 bereichert das Magazin für Fußballkultur, 11Freunde, die Fußballszene mit ausgefallenen Reportagen und Interviews, vor allem aber mit unschlagbarem Humor. Und eben dieser Humor geht seit 2005 auch auf Lesereise. Die Redakteure Philipp Köster und Jens Kirschneck erzählen von Telefonaten mit Lothar Matthäus, Besuchen beim sonntäglichen Fußballfrühschoppen 'Doppelpass' oder verregneten Auswärtsfahrten. Dazu gibt es Filme von vergurkten Interviews oder popelnden Bundestrainern.


Samstag, 1. Oktober 2011

Ready to rumble

Die Haare sind frisch geschnitten, die Schuhe sind geputzt, das Hemd ist gebügelt, die Erkältung ist rechtzeitig auskuriert - Hector ist also bereit. Bereit für das Spiel des Jahres, sofern man Anhänger des SV Darmstadt 98 ist. Ein ausverkauftes Stadion, ein prall gefüllter Offenbacher Gästeblock, drei sicherlich spannende Halbzeiten und ein Lilien-Sieg am Ende werden für einen tollen und ereignisreichen Tag sorgen. Hoffentlich...


Kutten-Nachwuchs, gesichtet  in Worms























Soundtrack: Earth Crisis - Firestorm

Mittwoch, 21. September 2011

Briefe aus dem Jammertal

Schmerz, gepaart mit einer gehörigen Portion Frustration führt nicht selten zu Aggression oder - wie in diesem Fall - zu putzigen Leserbriefen. So geschehen im aktuellen 11 Freunde Magazin. Dort beklagt ein Stephan Keil, Fan des Regionalligisten Hessen Kassel, das Fehlen wichtiger Details im sechsseitigen Bericht über den SV Darmstadt 98 in einem der letzten Hefte. So sei nicht erwähnt worden, dass ohne eigenes Zutun 5 Punkte Rückstand auf den nordhessischen Verein aufgeholt wurden. Auch störe er sich daran, dass der Transfer vieler neuer Spieler und das "Alles auf eine Karte setzen" des Vereins nicht thematisiert wurde. Solide wirtschaften sei etwas anderes und man müsse sich nicht wundern, wenn der Verein in einigen Jahren wieder vor dem finanziellen Zusammenbruch stehe.

Lieber Stephan, Hector möchte dir ganz herzlich für diesen überaus erheiternden Leserbrief danken. Nach einem eher durchwachsenen Arbeitsstag, zauberten deine Zeilen auf der Heimfahrt unserem Autor ein dickes und zufriedenes Grinsen ins Gesicht. Aber hey, Hector, ganz der Pädagoge, kann dich gut verstehen. Ein Verein, bei dem seit Monaten das pure Chaos herrscht, Spielerlegenden (*hüstel*), die abgesägt werden, ein mal wieder verpasster Aufstieg, die Lilien in der 3. Liga, momentan 9 Punkte Rückstand auf Platz 1 - das ist schon viel, was so ein kleines Kasseler Herz ertragen muss. Dir geht´s ganz schön schlecht, ne? Die Wahrheit war dann auch nicht mehr so wichtig, stimmt´s? Ja, ich weiss, es tut weh. Komm, hier ist noch ein Taschentuch. Lass noch mal alles raus. Ja, gut so. Aber weisst du was? Du gewöhnst dich dran. Ihr werdet wahrscheinlich niemals aufsteigen und in der Regionalliga verrotten. Aber darauf kommt es gar nicht an. Du hast heute einen Menschen sehr glücklich gemacht und das ist es was zählt. Danke und mach´s gut, lieber Stephan. Dein Hector.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Waldhof Asozial

"Und am 11.6. kommt ihr dann nach Mannheim und wir feiern den Aufstieg vom Waldhof", sprach G. zu seinen Begleitern in einem Wormser Biergarten, bevor die Weizengläser klirrend aneinander gestoßen wurden. Eine Stunde vorher hatte Yannick Stark mit seinem Schuss zum 2:1 die Lilienanhänger in kollektive Ekstase versetzt und dem südhessischen Verein das Tor zur 3.Liga ganz weit aufgestoßen.

Hector schluckte kurz. Er hatte aufgrund der in letzter Zeit häufigen Heim- und Auswärtsspielbesuche des Neu-Mainzers ganz vergessen, dass dieser ja auch noch Anhänger des Neanderthaler Vereins aus Hectors Heimatstadt war. Gegen einen Ausflug nach Mannheim hatte Hector nichts einzuwenden, einem Stadionbesuch sah Hector allerdings mit eher gemischten Gefühlen entgegen.

Hector kannte die Waldhof Szene aus früheren Zeiten nur zu gut und hatte relativ wenig Lust mit Mitgliedern des Adolf Hitler Fanclubs im gleichen Block zu stehen. Konnten sich doch in den 80ern, verstärkt in den 90ern und auch danach noch regionale Nazigrößen wie Christian Hehl (ehemals Deutschlands fettester Skinhead) und Wolfgang Benkeser ungehindert im damaligen H-Block tummeln und  JN/NPD Propagandamaterial unter die Leute bringen. Dankbare Abnehmer gab es zur Genüge, da ein nicht gerade geringer Anteil der Szene mit rechtsradikalem Gedankengut offen oder heimlich sympathisierte. So kam es nach Heimspielen immer wieder zu Angriffen auf Punks, Migranten und das selbstverwaltete JUZ Mannheim.

Selbstverständlich kann nicht die komplettte Fanszene als rechtsextrem oder rassistisch bezeichnet werden. Aber, und das muss sich der Verein, die Vereinsführung und der Rest der Fans vorwerfen lassen, wurde dem Treiben keinerlei Einhalt geboten. Vom Verein kamen gebetsmühlenartig die Beteuerungen man habe kein Naziproblem, höchstens ein paar unpolitische Krawallmacher, die ab und zu über die Stränge schlagen und provozieren würden. Auch von Seiten der fitten Fans kam keinerlei Widerstand. Hehl und Konsorten waren akzeptiert und in die Szene eingebunden.

Gegenwind bekamen die Nazischläger nur zu Zweitligazeiten, wenn St.Pauli in der Universitätsstadt gastierte. So mancher Nazi fand sich neben seinem Mundschutz auf dem Boden wieder, dank engagierter St. Pauli Fans und örtlicher Antifas. [Nein, Hector ist kein St.Pauli Fan]. Auch bei früheren Duellen gegen Darmstadt geht Hector mal davon aus, dass einige Nazihools in ihre Schranken verwiesen wurden. [Hector ist ja noch nicht sooo lange Lilien-Fan].

Die letzten Jahre hatte Hector die Entwicklung des Vereins und seiner Fans nicht mehr weiter verfolgt und war daher sehr gespannt, was ihn erwarten würde.

Schon auf dem Weg zum Stadion  begegneten Hector Menschen, deren sonstiger Aufenthaltsort viel Raum für Spekulationen ließ. Höhle? Bahnhofstoilette? Offener Vollzug? Erstaunlich waren aber auch die Massen an Menschen, die gen Stadion pilgerten. Mit letztendlich über 18.000 Zuschauern hätte Hector niemals gerechnet. Zeigt aber welches Potential dieser Verein noch immer besitzt. Das Spiel an sich war schnell entschieden, dank eines schwachen Gegners und einer abgezockt spielenden Heimmannschaft. Deren Fans hatten somit ausreichend Zeit sich und den Verein zu feiern. Dies geschah, muss Hector leider gestehen, auf recht eindrucksvolle Weise.

Verantwortlich dafür ist zum einen ein geschlossener Fanblock hinter dem Tor und zum anderen ein kompaktes und komplett überdachtes Stadion.
Auch ein abschließendes Feuerwerk und massiver Einsatz von Pyro taten ihr Übriges.

Wie sich die Fanszene heutzutage darstellt, kann Hector nicht wirklich beurteilen. Viel scheint sich aber bedauerlicherweise nicht geändert zu haben. Christian Hehl, fetter den je, umringt von Jugendlichen und völlig Hirnlose mit Leibstandarte und Horst Wessel Shirts sorgten bei Hector und seinen Begleitern für Fassungslosigkeit, aber auch dem guten Gefühl, Anhänger eines Vereins zu sein, bei dem solcher Abschaum mit sofortigen schmerzhaften Konsequenzen zu rechnen hätte bzw. erst gar nicht ins Stadion kommen würde.

Montag, 28. Februar 2011

Schuhe statt Punkte

2  Pünktchen aus drei Spielen - das ist die magere Lilien-Bilanz. Das hatte Hector sich eigentlich etwas anders vorgestellt. Wie groß war die Euphorie noch kurz vor dem Rückrundenstart, doch die Realität holte einen schneller ein als man sich gewünscht hätte. Zur Frustbewältigung und da das Leben trotz schlechten Rückrundenstarts ja irgendwie auch weitergehen muss, investierte Hector ins Schuhbusiness (There´s no business like Schuhbusiness) und nennt nun diese 2 schönen Exemplare sein Eigen.

Clarks Newton Energy



Die Traditionsmarke bietet inzwischen neben den bekannten Klassikern wie Wallabee, Desert, Weaver auch eine Vielzahl anderer feiner Treter an, von denen einige als angenehme, leichte Sommerschuhe getragen werden können. Hector entschied sich für den Newton Energy, der vor allem durch ungetrübten Tragekomfort und geringes Gewicht punkten kann.

Sperry Topsider Chukka Canvas
Es hat lange gedauert, bis Hector sich an Bootsschuhe herangetraut hat. Überließ er diese in der Vergangenheit doch lieber der Studenten-/BWL Fraktion mit hochgestellten Polokragen und Barbour Steppjacken. Nach dem Motto "Zeiten ändern dich" gibt es aber inzwischen doch einige Segelschuhe, die Hector durchaus als gelungen bezeichnet. Die meisten davon kommen aus dem Hause Sperry Topsider, wie auch dieses Paar.

Montag, 22. November 2010

Unverhofft kommt oft

Hätte Yannick Stark am vergangenen Samstag doch mal so viel Glück gehabt wie dieser Schütze.