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Montag, 1. April 2013

Männer des Quartals

Zwei großartige Typen sind es, die - obwohl  noch nicht lange in Darmstadt - momentan für einiges an Gesprächsstoff sorgen und deren Namen  untrennbar mit dem "Aufschwung" und der wieder aufkeimenden Hoffnung auf den Klassenerhalt verbunden sind.

Trainer Dirk Schuster


ist in der momentanen Situation ein Glücksfall für die Lilien. Ihm ist es es zu verdanken, dass die Mannschaft den Abstiegskampf endlich angenommen hat und sich wesentlich kompakter und vor allem als Einheit präsentiert. Dies war weder unter Runjaic und schon gar nicht unter Seeberger der Fall. Schuster scheint bei den Spielern den richtigen Ton zu treffen und Spieler mit eigentlich großem Potenzial, wie z.B. Latza,  finden langsam wieder zur Normalform zurück. Als ehemaliger Abwehrspieler ist es sicher kein Zufall, dass Schuster der Mannschaft eine sehr defensive Spielweise verordnet hat. Dies ist aber auch der Tatsache geschuldet, dass mit dem momentanen Kader schneller Offensivfußball nicht drin ist. Dafür fehlt es vor allem auf den Außenbahnen an guten Spielern. Schuster hat dies schnell erkannt und machte das einzig richtige: Er setzte auf die Defensive. Das Konzept ging bislang auf. In 7 von 9 Spielen unter Dirk Schuster fiel kein Gegentreffer und mit dem 0:0 in Bielefeld zum vierten Mal in Folge. Aus der Wand von Darmstadt ragt dabei vor allem ein Spieler heraus: 

Aytac Sulu

In der Winterpause aus Österreich verpflichtet und gerade mal ein paar Monate da, setzte Sulu in der kurzen Zeit schon Akzente, für die manche Spieler Jahre gebraucht haben. Nicht nur seine imposante Erscheinung und seine kompromisslose Spielweise machen ihn so wichtig, Sulu ist jemand, der die Mannschaft mitreißen und führen kann, der kein Blatt vor den Mund nimmt und mit seiner Leistung als Vorbild für die ganze Mannschaft dienen kann. Mit Abstand der wichtigste Spieler des Teams und einer der besten Defensivspieler, den man am Bölle in den letzten Jahren gesehen hat.

Mit Schuster und Sulu sind zwei echte "Malocher" ans Bölle gekommen, die dem Verein und den Fans wieder Hofffnung geben und daher für Hector die Männer des Quartals sind.

Freitag, 22. März 2013

It ain´t over ´til it´s over

Hector Junior schaute belustigt seinen Erzeuger an. Dieser ließ sich mit dickem Kopf, Rotznase und kratzigem Hals auf die Couch fallen und riss die Hände hoch. "Jaaaaa, geil, geil. geil. Rocky hatte doch recht". Hector Junior wusste weder wer Rocky war, noch warum sein Vater an diesem Tag schon zum zweiten Mal völlig begeistert war. Er war es eigentlich nicht gewohnt, dass Hector an einem Samstag zwischen 14.00 Uhr und 15.45 Uhr zuhause weilte. Sonst kam er abends nach Hause, war mürrisch (auch wenn Hector Junior ihn ganz schnell wieder zum Lachen bringen konnte) und murmelte etwas, das wie "Verloren. Es ist zum Kotzen." klang. Diesmal war Papa aber zuhause und schaute in den bunten Kasten. Er konnte nicht wissen, dass Hector ziemlich krank war und sich deshalb statt im Stadion auf der Couch befand und den Live -Stream des Spiels seiner Lilien gegen Osnabrück ansah. 

Dass der Sieg ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt war, wusste er nicht. Er fühlte nur, dass sein Vater glücklich war. So wie heute morgen. Da machte Hector Junior nicht nur einen Schritt, sondern gleich mehrere und spazierte zum ersten Mal durch die Wohnung. Davor hatte er es immer wieder versucht, es wollte allerdings nicht so recht klappen. Kapitulieren war aber keine Option. " Komm, nicht aufgeben. Irgendwann klappt das." , bekam er von Hector immer wieder zu hören. 

Ähnliches gilt auch für seinen Lieblingsclub. Zugegeben: Zwischendurch hatte Hector jegliche Hoffnung verloren und in seinen schlimmsten Albträumen schon die "Hello Again" Banner in Kassel hängen sehen. Doch zwei Siege in Folge und vier Spiele ohne Gegentor machen wieder Mut. Und vielleicht hat Hector morgen wieder Grund zum Jubeln, sollte die Hansa-Kogge versenkt werden. 

Rocky ist/war nicht die hellste Kerze auf der Torte, aber es stimmt:

Es ist erst vorbei, wenn´s vorbei ist!  

Go Darmstadt!


Soundtrack: New Kids on the block: Step by step